Noch Tage bis zum 6. swb-Marathon.



Das kommt mir bekannt vor...
von Jacqueline am 06.09.2010

Fast ein Jahr ist nun um seit dem 5. Bremer Marathon - meinem ersten und bisher einzigen. Noch gut erinnere ich mich an die 16 Wochen Training des letzten Sommers, an die Tempoläufe, an das Stabitraining, an die super langen Läufe, an meine Laufkollegen und den Trainer, an die schönen Momente aber auch an die Motivationstiefs, die ich durchlebt habe. Und natürlich werde ich nie das Gefühl vergessen, das ich hatte, als ich am 04.10.2009 nach 42,195 Kilometer über die Ziellinie lief. Ich war erschöpft, hatte Schmerzen in den Beinen, aber das war mir egal - das größte Gefühl war dieses Glücksgefühl, dieser Stolz und diese Erleichterung. Mit einem breiten Grinsen spazierte ich noch mindestens zwei Wochen lang durch die Gegend herum...

Dann kam der Winter und ich entschied, mich dieses Mal nicht so hängen zu lassen. Ich wollte weiter laufen und trainieren, besser und schneller werden. Also suchte ich mir einen Trainingsplan aus meinem Laufbuch, lief bei der Winterlaufserie mit und meldete mich in diesem Jahr für einige Halbmarathon- und 10km-Wettkämpfe an. Ich lief Bestzeiten am laufenden Bande und entschied mich schließlich im Mai diesen Jahres, beim Marathontraining von Sport Ziel mitzumachen.

Seit nun mehr 10 Wochen bin ich also mitten in der Marathonvorbereitung, habe Tempoeinheiten, Ausdauerläufe und lange Läufe hinter mich gebracht und bin nun fit wie ein Turnschuh, heiß auf den 6. swb Marathon in zwei Wochen! Meine Wunschzeit: 3:45h! Wenn alles gut läuft, ist das zu schaffen. Wir werden sehen...



Nur noch 297 Tage
von Frank am 25.11.2009

Ich weiß zwar nicht ob dieser Blogeintrag noch von irgendwem gelesen wird, aber ist mir auch egal, dann blogge ich halt mit mir selbst (selbstgeblogge sozusagen).

Ja jetzt sind schon 53 Tage seit dem Marathon vergangen. Meine Enttäuschung und der Ärger über mein schlechtes Ergebnis haben sich mittlerweile gelegt. Das Ergebnis verbuche ich als "den Umständen entsprehend gut" :-)

Die gesamte Trainingszeit war super gut und hat mir verdammt viel Spaß gemacht. Es macht einfach verdammt viel Spaß mit mehreren Menschen (vor allem mit denen ich trainieren und trainiert werden durfte) in einem Team zu trainieren und ich werde die nächste Vorbereitung auf den nächsten Marathon ganz bestimmt auch wieder im Team angehen (kann ich wirklich jedem nur empfehlen).

Von daher: Es sind ja nur noch 297 Tage Zeit bis zum nächsten Marathon in Bremen mit Start und Ziel am Rathaus. Wie geil ist das denn bitteschön :-)

Also Schuhe an und los, schöne Feiertage, guten Rutsch und bis neulich (viell. ja schon bei der Winterlaufserie)

Frank



-2 Tage
von Claudia am 06.10.2009

Wir sind alle mehr oder weniger zufrieden mit dem Lauf, aber die Einzige die eine Punktlandung hingelegt hat ist Jaqueline.. Sie konnte alles umsetzen und hatte wohl den erfolgreichsten Lauf von uns allen.
Also noch mal "Herzliche Glückwünsche an Alle"
Aber nun zu mir, bei mir lief es leider nicht so gut.
Am Dienstag vor dem Lauf bekam ich auch Halzschmerzen, dachte dort aber noch, nur nicht nervös werden, bis Sonntag ist noch lange hin. Habe dann auch alles unternommen damit ich wieder gesund werde. Hat aber nicht geklappt. Zu den Halzschmerzen kam noch Schnupfen und am Samstag auch noch Ohren- und Kopfschmerzen.Jeder hatte schon mal eine Erkältung und weiß wie man sich da fühlt.Fieber habe ich gar nicht erst gemessen,so nach dem Motto " Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.. Und dann noch einen Marathon vor der Brust..Eigentlich hätte man Absagen müßen, aber nach 16 Wochen Training, das kam überhaupt nicht in Frage.
Die Nacht auf Sonntag habe ich kaum geschlafen, so schwer war der Druck auf meiner Brust, weil ich, glaube ich,da schon gewußt habe das kann nicht klappen. Und draußen hat "Sören" immer in gieriger Vorfreude an unseren Rollläden geklappert. Habe ich alles im Unterbewußtsein registriert..
Am Sonntag vor dem Lauf war ich dann aber doch kribbelig und man hofft ja auch immer es könnte villeicht doch klappen. In dem Startblock, ohne Anstengung war ich aber schon in IB1.Und den hohen Puls bin ich auch nicht mehr los geworden.
Ab Weserwehr habe ich mich hinter ein Pärchen geklemmt( bei denen möchte ich mich auch noch mal bedanken:"Ihr habt mir sehr geholfen")Bis Kilometer 30 konnte ich dran bleiben, dann ging es nicht mehr.
Gerade der Weg in den Hafen, der war wieder voll im Wind, und ich ganz alleine.Nach dem Speicher stand ein DJ der uns sagte :"Jetzt kommen 5km Rückenwind" Mein Herz hat einen kleinen Freudenhopser gemacht, aber wenn Accu alle, dann alle!!Danach kamen die schlimmsten 11km meines Lebens, aber ich habe sie geschafft. An der Schlachte habe ich dann Andreas und Antje getroffen,(Verwandschaft von uns, auch noch mal Danke an euch. Ihr habt mir sehr geholfen.)die mich bis ins Ziel begleitet haben. Eins habe ich gelernt aus dem Lauf, dass ich einen eisernen Willen habe und das man nichts erzwingen kann. Aber mit zwei Tagen abstand bin ich mit meiner Zeit nicht unzufrieden (4:35) das ist mein zweit schnellster Marathon. Was wäre da drin gewesen, wenn ich fit gewesen wäre und ohne den blöden "Sören".
Aber egal, es ist wie es ist.. Und ich kann da gut mit leben.
Zum Schuß möchte ich mich auch noch mal bei allen bedanken:
Bei der SWB, bei Tanno unserem Trainer, bei Franky und bei Lars für die schönen "Triathlonlenker-minuten (ich habe viel neues gelernt) und auch bei unserm Team. Es hat echt Spaß gemacht und ich hoffe wir verlieren uns nicht ganz aus den Augen..
Vielleicht machen wir ja nächstes Jahr weiter unter dem Motto:" 5 für ein Ziel: Jetzt erst Recht".Oder so ähnlich..
Jetzt habe ich aber genug gequatscht!!
Und denkt immer daran: "Der Schmerz verschwindet, der Stolz bleibt!!"



Ein toller Lauf
von Thomas am 06.10.2009

Sonntagmorgen 06:00 Uhr klingelt der Wecker am großen Tag des Marathons. Die Vorfreude auf den Lauf war riesig. Ich hatte schon am Vortag die Startunterlagen abgeholt und alles für heute vorbereitet. Es konnte nichts mehr schief gehen.

Die Wetterprognosen versprachen nichts Gutes. Sturmböen, Regen und Kälte. Der Blick nach draußen überraschte. Der Himmel nur leicht bewölkt, kein Regen und so kalt war es auch nicht. Geblieben ist ein heftiger Wind. Abgesehen vom Wind sollte ideales Laufwetter werden.

Um 08:00 Uhr haben wir uns alle im Zelt getroffen, wurden noch kurz interviewt und bekamen die letzten Tipps von Tanno. Dann Aufwärmen und endlich ging es los!

Der Start war wie immer sehr emotional. So viele Menschen jubeln an der Strasse, das gibt schon mal einen kalten Schauer über den Rücken. Habe vom Start weg gut in mein Wohlfühltempo gefunden. Es lief gut, der starke Wind kam bis km 10 überwiegend von hinten und hat soweit noch geholfen (das sollte sich ändern!). Auf der Weserbrücke ca. bei km 4 tauchte plötzlich Meike, meine „Atlethen-Begleitung“ auf dem Fahrrad neben mir auf und blieb fortan bis zum Ziel immer bei mir. Das hat mich zusätzlich motiviert.

Richtig Stimmung herrschte dann im Geteviertel. Bei dem Jubel dachte ich erst ich sei schon im Ziel. Tolle Ecke. Man nimmt die Stimmung auf den nächsten Kilometern mit. Es sollten meine schnellsten 5 km im Rennen werden. Viel los dann auch in Horn bei der HM-Zeitmessung. Dann kam jedoch erstmals der Wind richtig kräftig von vorne. Also habe ich jede Chance genutzt irgendwie im Windschatten zu laufen.

Im Bürgerpark und am Torfkanal hat mich die tolle Stimmung wieder vorangebracht und auch Meike hat sehr geholfen, indem sie mir immer gut zugeredet hat. Durch Walle bis zum Speicher dann wieder richtig heftiger Gegenwind. Da liegen jetzt ein paar Minuten. Aber dann kam mein Abschnitt. Hinter dem Speicher am Kaffeequartier und die ganze Promenade bis zum Stadion kam der Wind endlich wieder von hinten. Ich habe mich richtig gut gefühlt. Mir wuchsen Flügel. Viele Bekannte und Familie standen an der Schlachte und haben mich angefeuert. Tanno tauchte neben mir auf und unterstützte mich auch noch. Gefühlt war das mein stärkster Abschnitt.

Der Weg zurück auf dem Osterdeich war dafür das schwerste Stück des ganzen Rennens. Der starke Wind wieder voll von vorne, kaum noch Chance auf Windschatten und das bei km 37. Da mussten schon alle Reserven mobilisiert werden. Ab Wall hatte mich Meike dann schon telefonisch im Ziel angekündigt, was, wie ich später erfahren habe, schon durch den Sprecher verkündet wurde.

Der Zieleinlauf war ein einziger Jubel. Eine tolle Stimmung. Leider ist man sehr erschöpft und alles geht so schnell. Dieser Moment könnte ewig dauern. Die Uhr steht bei 03:20:33 Std. Das ist nicht meine Bestzeit, dafür war der Wind zu heftig. Aber das ist überhaupt nicht schlimm. Mein 10. Marathon war einer der schönsten und hat richtig viel Spaß gemacht.



Ich darf jetzt mal stolz sein!
von Jacqueline am 05.10.2009

Nachdem ich nun den gestrigen Tag so einigermaßen realisiert habe, folgt nun von mir mal ein etwas ausführlicher Bericht:

Um kurz vor 8 trafen wir uns im Hanse-Zelt auf der Bürgerweide. Aufgeregt war ich. Jeder aus unserem Team klagte über Erkältungserscheinungen. Ich war ganz beruhigt, dass es nicht nur bei mir so war, denn seit Freitag hatte ich Halskratzen. Aber jeder von uns ist erschienen, alle waren heiß auf das Rennen! Es war ziemlich kalt, vor allem der Wind, aber wenigstens schien die Sonne...

Dann, nach einer gefühlten Ewigkeit und mehreren Toilettenbesuchen, war es soweit: wir begaben uns in die Startblöcke, der Startschuss fiel, es ging los. Schön langsam, dachte ich nur, bloß nicht zu schnell anfangen. Nach etwa 3km hatte ich mein gewünschtes Tempo erreicht und lief ziemlich genau im vorgegebenen Zeitplan. Die Strecke war schön, viele Zuschauer, gute Musik - tolle Stimmung, auch unter den Läufern.

Ab km 33 habe ich dann Frank verloren, mit dem ich bis dahin zusammen gelaufen war. Er hatte eher einen schlechten Tag erwischt (tut mir leid, Frank). Also lief ich allein weiter, d.h. nicht ganz: die gesamte Strecke wurde ich schon von einem Radfahrer begleitet. "Athleten-Begleitung" stand an seinem Rad und er hatte den Auftrag, mich zu begleiten. Leider weiß ich seinen Namen nicht, aber "Vielen Dank" sage ich an dieser Stelle, denn die letzten Kilometer hat er mich wunderbar motiviert und unterstützt.

Die Strecke war nun ziemlich voll, da wir auf die Halbmarathon-Läufer trafen und so überholte ich einen nach dem anderen. Gegenwind, Steigungen, leichter Regen waren mir jetzt egal: ich wollte das Tempo halten und kurz vor km 40 überholte ich den 4h-Pacemaker, der mich bereits bei km 5 überholte. Ha!!!

Nur noch ein paar Minuten bis ins Ziel, bloß nicht nachdenken, einfach laufen, laufen, laufen... dann: Zielgerade, Freude machte sich breit, Familie und Freunde am Rand gesehen, nur noch 10 Meter bis ins Ziel, Arme hochgerissen, Ziellinie, auf die Uhr gedrückt, Zeit gelesen, Freude, Glücksgefühle, noch mehr Glücksgefühle, Medaille bekommen, langsam weiter gegangen, aua, Schmerzen, egal, Trainer Tanno umarmt, Marcel gesehen, uns gegenseitig beglückwünscht, Freude, Glück, Schmerzen - egal!!!

Ein fantastischer Tag für mich, unvergeßlich. Danke, dass ich eine von 5 sein durfte! Kann mich meinem Vorredner nur anschließen, danke, an einfache alle!

Und hier nun meine Zeiten:
Brutto-Zeit: 3:59:59, Netto-Zeit: 3:59:30 !
1. Hälfte (HM): 2:02:06, 2. Hälfte (HM): 1:57:24 (PB) --- Wow!!!




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5 für ein Ziel / Newsfeed

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